Dar es Salaam im Mai

Dienstag, 15. Mai

Zwei Tage laufe ich nun durch die laute chaotische Stadt.
Habe Schrauben gekauft und Werkzeuge gesichtet.
Auf der Suche nach den richtigen Schrauben, nach Kleinwerkzeug und Farbe für das Boot werde ich von Hassan über Moise zu den Jusuf Ali Brüdern geschickt.
Und alle besitzen wenig Gabe, den Weg einigermassen hilfreich zu beschreiben…

Den Bootsmotor habe ich geordert. Ist ein Susuki vierTakter mit 50 PS. Das sollte reichen. Die Organisation des Transportes die 1000 km an den See runter werde ich morgen in Angriff nehmen.
Der Motor ist in einem Gestell montiert, das zwei Meter hoch ist.
Darüber hinaus benötige ich noch zwei Leitern. Wird also eine etwas sperrige Angelegenheit.
Einen geeigneten Generator unter den vielen Angeboten muss ich noch wählen. Sind im Prinzip zwei übrig geblieben. Ein Yamaha und ein US-Modell. Ich werde mich einfach für den „leichteren“ entscheiden. Die Dinger wiegen bei der benötigten Leistung auch über einen Zentner. Ist dann das nächste sperrige Ding.

Heute Morgen war ich in der Botschaft. Ich hab für einen Deutschen in Matema, der da ein kleines Ressort betreibt, seinen neuen Pass abgeholt.
Danach habe ich mit einer Mitarbeiterin gesprochen, ob es Kontakte zum Immigration Office gibt, um ggf. in meiner Angelegenheit voran zu kommen.
Die Antwort war ernüchternd: man mische sich in diese Angelegenheiten nicht ein, weil man sich gegenseitig „respektiere“.
Na dann…
Ich habe dem Botschafter vor über eine Woche eine mail über das offizielle Kontaktformular der Botschaft gesendet. Bis heute habe ich nicht einmal eine Eingangsbestätigung erhalten.
Wenn man Probleme im Ausland hat, sollte man nicht die Botschaft fragen. Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott!
Muss ich mir noch was einfallen lassen…

Morgen hole ich meinen Freund vom Flughafen ab. Er bringt viel Kram für mich mit. Maschinen, Fahrradersatzteile, Zigarren. Alle waren schon genervt von meinem Bestellwahn. Aber Gelegenheiten muss man nutzen! Hier gibt es nur Schrott zu kaufen oder total überteuerten Halbschrott. Und das Mahagoni ist eine richtige Herausforderung, wie ich lernen durfte.

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