Festtafel in Gründerzeitoptik aus Mahagoni Teil 1

Vor dem Herbst muss ich das nächste Projekt abgeschlossen haben. Der Tisch wird 4700 x 1300 gross. Das sprengt die Dimension meiner Werkstatt und ich muss den Platz davor nutzen so lange das Wetter noch stimmt.

Das Teil wird aus Mahagoni gefertigt, die Tischplatte in vier Teilen aus Tischlerplatte furniert. Das hat ein befreundeter Tischlermeister für mich übernommen. Die Umleimer sind grob vorgefrässt.

  Tisch Schatz ohne  IMG_0495
Eine schöne 80er Bohle wurde mit der Kettensäge konfrontiert.


Daraus habe ich die Einzelteile für die Füsse verleimt.

  
Nun ging es ans Drechseln. Schwierig ist es die Kante oberhalb der Kugel sauber zu halten. Das neigt sehr zum Ausbrechen. Auch Klebeband half nicht richtig. Ich hab das dann mit der Kappsäge leichte Einschnitte gemacht. Das brachte das beste Ergebnis.


Die konischen Teile habe ich mit der Bandsäge fabriziert.

  
Für die Kehlen habe ich die Oberfräse eingesetzt. 3mm Radiusfräser. Die Schablone zu befestigen bereitete kurzes Kopfzerbrechen. Dafür kam dann der Vakuumspanner zum Einsatz.

  

Fortsetzung folgt

4 Antworten auf „Festtafel in Gründerzeitoptik aus Mahagoni Teil 1

  1. Tja, die Gründerzeit ist in jeder Hinsicht nicht so mein Fall, hingegen der Eichentisch1 sehr! Habe auch so ein Teil bei mir stehen. Er ist nach äußerlichem Schein wie Deiner gearbeitet. Hatte ihn 1997 in Berlin in Auftrag gegeben; soll dann in Südfrankreich aus altem Holz gearbeitet worden sein. Die Maße haben sich bewährt: 240 x 120. Acht Personen haben daran Platz. Die Breite ist deshalb genau richtig, weil bei einer Tafel in der Mitte für Terrinen, Schalen und Servierplatten genügend Platz ist. Was mich immer noch in Euphorie versetzt ist die gewachste Oberfläche. Ränder von abgestellten Gläsern sind leicht zu beseitigen oder entstehen gar nicht erst und wenn ein Glas oder später eine Flasche umkippt, lässt der Tisch dies einfach an sich abtropfen, ohne dass Spuren hinterlassen werden. Meine Freude erklärt sich durch die Tische im Haus der Eltern und Großeltern, wo zum Schutz des Edelholzfurniers Decken, Deckchen oder Untersetzer eingesetzt wurden, die mir seitdem verhasst sind, weil trotzdem immer was daneben ging und dann eilig mit penetrant stinkender Möbelpolitur eingegriffen werden musste. Auf derartige Tische konnte man auch nicht draufschlagen. Gehört sich zwar nicht, muss aber auch mal sein 🙂
    Gruß Erardo

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    1. Hallo Erardo!
      Ich bin noch am Überlegen. Ursprünglich wollte ich das klassisch mit Schellack polieren. Nach dem ersten Ölen der gedrechselten Teile halte ich das für eine schöne Oberfläche. Ein paar Aufträge mit Tungöl und ein wenig Bienenwachs machen das dann auch widerstandsfähiger als die Schellackpolitur. Da reicht der Rand eines Wodkaglases und das ist hin. Und ordentlich getrunken werden soll an diesem Tisch!

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  2. Lieber Rainer,

    wie gut dass es Dir wieder gut geht! Die Holzarbeiten sehen toll aus, solch ein Tisch begleitet die Leute dann im guten Falle über Generationen.

    Herzliche Grüsse

    Christian

    DRUCKEREI RÜSS Ulanenweg 4 14469 Potsdam Telefon 0331- 88 71 600 Fax 0331- 88 71 601 http://www.druckerei-ruess.de

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