Fünfte Woche im Camp

Sonntag 15. April

War heute mit dem Bike unterwegs. Habe auch eine Gottesdienst in einem Dorf fernab der Strasse besucht. Die Kinder haben mich angestarrt wie vom aneren Planeten.
Letzte Woche beginnt…

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Samstag, 14. April

Gestern war ich einkaufen. Schrauben und Schrauben und Schrauben und lauter Kram, den ich für das Boot benötige.
Sind über 60 kg zusammen gekommen. Hat dann auch über eine Millionen Schillinge gekostet. Ist schon komisch, mit Stapeln von Zehntausendern zu bezahlen.

Dann hab ich mir ein Mountainbike zugelegt. Ist gebraucht, aber alle wichtigen Teile Shimano. Sonst gibt es hier nur ChinaSchrott. Nein, das sind keine Ressantiments, das ist die Wahrheit. Chinesisches Metall ist hier Weicheisen.
Es fährt sich ganz gut, ein wenig muss ich noch daran herumschrauben.

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Das Rad wird mir helfen, erheblich Zeit einzusparen. Ich muss zum Bootsbauplatz den See entlang durch das ganze Dorf und ein Stück am Steilufer hoch und runter. Normal ist das oneway über eine Stunde. Ich hoffe, dass ich das mit dem bike in einer halben Stunde schaffe.

älterer Text:
Nach Ostern und der Beerdigung von William hat der „Lehrbetrieb“ (das Wort kann nur ein Deutscher erfinden) wieder begonnen. Noch anderthalb Wochen, dann werde ich sehen, was ich von der ganzen Grammatik gebrauchen kann…

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Das sind Bilder von der Beerdigung gleich neben dem Wohnhaus. Das ganze Dorf war da und es wurde gesungen und auch getanzt. Ein Tanz der Hehe, dem regionalen Stamm hier (ich habe gehört, es sei politisch inkorrekt von Stamm zu sprechen, das nennt man jetzt ethnische Gruppe -ich weiss das aber noch nicht). Leider kann ich das Video nicht hochladen, würde sicher Tage dauern und etliche zehntausend Schillinge kosten.

Nachts ist immer Trubel in den Bäumen rings herum. Der Grund sieht unter anderem so aus:

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6 Antworten auf „Fünfte Woche im Camp

  1. Ich nehme mal stark an, die reden da unten selber von Stamm oder Volk. Das mit der politischen Korrektheit muss ihnen von wohlmeinenden westlichen Entwicklungshelfern erst noch beigebracht werden. Man darf ja auch nicht Holländer sagen, wenn man Niederländer meint. Da kommt dann auch gleich ein Schlauberger um die Ecke, wg. Holland ja nur Teil der Niederlande etc. pp. blabla. Dabei rufen die „Niederländer“ selbst alle „Holland, Holland!“, wenn sie Oranje anfeuern…. Aber wir Deutschen wissen ja immer alles besser. Das macht uns grad auch in Griechenland so beliebt! ^^

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  2. Es ist wirklich spannend, aus der Ferne an diesen kulturellen Eindrücken teilhaben zu dürfen. Vielen Dank! Ich war noch nie in Afrika (außer Ägypten und Marokko, aber das ist ja nicht wirklich Afrika), doch Ihre Bilder lassen da langsam eine gewisse Sehnsucht aufsteigen. Mal sehen, wie dann der Bootsbau läuft. Viel Spaß weiterhin!

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  3. Schön, dass du uns teilhaben lässt. Ich kann mir gut vorstellen, dass eine Handvoll dieser kleinen (oder auch großen?) quirligen Makis Bäume in Bewegung bringen. Tolles Foto! Von Dir? Alles Gute für Dein Projekt, bin gespannt, wie´s weitergeht…

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