Freunde in der Nähe von Rheinsberg benötigen einen Unterstand für Pferde, Esel und Ponys. Auch der Pferdeanhänger soll Platz haben. So entstand das Projekt „Pferdehaus“.

Die Bauholzbestellung gestaltete sich schwierig, der Markt wurde zwischenzeitlich von Amerikanern und Chinesen fast leer gekauft. Inzwischen gibt es immer weniger aber dafür teureres Bauholz. Ich höre, dass die Preise in den USA in den letzten Tagen von einem plötzlichen Hoch um 40 % gefallen sind. Das könnte Entspannung bedeuten.

Die Fundamente haben wir mittels Erdbohrer, Beton und Metallaufnahmen für die Stiele hergestellt.

Sechs starke Robinienpfähle wurden beschafft und geschält, auf genaue Länge gebracht und für die Aufnahme der Metallgabeln an den Fundamenten passend gemacht.

Nach einer Woche kam dann der Belarus zum Einsatz, um die Pfähle/Stiele aufzustellen.

Das war deshalb etwas schwierig, weil man nicht wirklich sehen kann, wann so ein krumm gewachsener Stamm senkrecht steht. Mit Wasserwaage und Latte haben wir das halbwegs ausgerichtet.

Die Rähmbalken (die das Dach tragen) waren (eine Folge der bescheidenen Marktlage) sehr überdimensioniert, so dass wir lange überlegten, mit welcher Technik wir die Monster (4 bis 6 Meter lang) da rauf kriegen. Schliesslich nutzten wir den Besuch von Freunden um die Teile von Hand von der Heugabel des Belarus über ein Gerüst und einem Hänger mit Strohballen auf die Stiele zu wuchten.

Hat dann ohne Unfälle geklappt. Die nächste Herausforderung bestand in der Montage der Kopfbänder. Auch hier war der Wildwuchs der Robinie ein Hindernis, ansonsten wäre die Berechnung der Winkel reine Mathematik. Mit meinem Flaschenzug konnten wir die acht Ungetüme zu zweit in Position bringen und mit Konstruktionsschrauben befestigen. Die Robinie ist derartig zäh und hart, dass beim Einschrauben das Drehmoment der Bohrmaschine größer war als der Halt auf der Leiter. Auch hierbei ist zum Glück nichts schlimmes passiert.

Danach kamen die Dachsparren drauf, zwei Windrispenbänder wurden diagonal vernagelt und darauf kamen die Dachlatten. Jetzt konnte Richtfest gefeiert werden!

Die Frau des Hauses hat einen schönen Richtkranz geflochten, es gab Nordhäuser Doppelkorn zu jedem Richtspruch und Currywurst vom Grill.

Zuletzt haben wir die Dachschalung genagelt und Stulpschalung aus Sibierischer Lärche an vier der Wände geschraubt. Ein paar Querbalken in Höhe der Pferdeärsche und ein paar georderte stabile Drahtseile zur zusätzlichen Versteifung des mittleren Teiles werde wir noch im Sommer anbringen. Und dann muss natürlich das Dach gedeckt werden.

Morgen geht es erst mal wieder nach Tirol aufs Brandenburger Haus zum Arbeitseinsatz. Davon wird der nächste Beitrag berichten.

Habt Euch wohl!

Ein Kommentar zu „Mal was anderes

Schreibe eine Antwort zu Susanne Krause-Hinrichs Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s